Last Hour




Greg stand vor dem Haus und genoß den Wind. Der Frühling hier auf Mars 2120 war etwas ganz besonderes. Er konnte sich noch schemenhaft an den letzten Frühling auf der Erde erinnern, doch hier war es einfach traumhaft. Die Luft war klarer, kein Smog übertünchte die Gerüche von frischem Gras, Baumrinde und feuchter Erde. Es war schon ein Wunder, was die Menschheit in nur 12 Jahren aus dem ehemals roten Wüstenplaneten gemacht hatte. Die Terraforming Gesellschaft hatte eine üppige Flora und Fauna auf Mars 2120 ansiedeln können. Die Menschen lebten auf Mars2120 vom Ackerbau, denn den Abbau von Rohstoffen hatten sie auf die nahe gelegenen Monde ausgelagert.



Die beiden Monde Phobos und Apophis gingen am Firmament auf und Greg wußte das er auch bald die Sterne glitzern sehen würde. Ein Moment auf den er jeden Abend auf´s Neue sehnsüchtig wartete. Denn nirgendwo sonst im bekannten Raum leuchteten die Sterne so wie auf Mars2120.



Die Sonne versank langsam und tauchte alles in ein geheimnisvolles Licht. Weich wie Watte und Greg entdeckte immer wieder neue Formen in seiner Umgebung, wenn die Schatten begannen ihren Pinsel zu schwingen.



Und endlich war es soweit, die Sterne glitzerten vorsichtig durch die dünner werdende Wolkendecke. Greg atmete tief durch und genoß es einfach die Sterne zu beobachten. Ein Anblick der ihm die Kraft gab jeden Tag auf´s Feld zu gehen. Sein Vater arbeitete in einer Mine auf Apophis, dem zweiten Mond von Mars 2120. Er konnte mit bloßem Auge die Station erkennen auf der die Minenarbeiter ihre Quartiere hatten. Apophis war ein rauher und unwirtlicher Ort. Ausgedehnte Eisflächen und tiefe Felsschluchten, mehr konnte man über den Mond nicht sagen. Außer das er zur Haupteinnahmequelle geworden war, nachdem man dort Alamantium gefunden hatte. Ein Metall nachdem die Gesellschaften gierten. Es war leichter als Stahl und wog nur etwa ein Zehntel, wobei es aber fast hundertmal stärker belastbar war.



Es wurde plötzlich sehr dunkel und der Wind heulte um die Hütte. Greg wußte nicht was genau geschah, aber die Warnsirenen im Dorf begannen ihren bedrohlichen Gesang. Es war sehr lange her das er die Sirenen gehört hatte. Seit nunmehr 5 Jahren war es zu keinem Angriff der Piraten mehr gekommen und auch sonst war in den Nachrichten von keinem Ereignis gesprochen worden, das die Sirenen gerechtfertigt hatte.



So plötzlich wie die Dunkelheit hereingebrochen war, so schnell verschwand sie auch wieder. Doch die Warnsirenen im Dorf erschollen mit unverminderter Kraft. Und Greg wußte nun auch warum. Etwas kreuzte die Bahn von Apophis.



Nein der Himmelskörper kreuzte nicht die Bahn von Apophis, er hiel genau auf den Mond zu. Greg riß die AUgen auf, sein Vater war gerade auf seiner zweiwöchigen Schicht dort oben. Jemand mußte die Minenarbeiter warnen. Man mußte etwas tun, schießt Raketen ab, mein Gott tut doch etwas. Doch der Himmelskörper bewegte sich immer schneller auf Apophis zu.
Greg stand zur Salzsäule erstarrt da und sah die nahende Katastrophe ohne einen weiteren klaren Gedanken fassen zu können.



Der Einschlag stand kurz bevor. Der Himmelskörper, oder was immer es auch war hatte die dünne Atmosphäre von Apophis erreicht. Den Minenarbeitern blieben nur noch Sekundenbruchteile. Und dann traf es Greg wie ein Faustschlag. Die Minenarbeiter waren vermutlich schon alle tot. Denn das Licht brauchte ungefähr 2 Minuten von Apophis zu Mars 2120. Was Greg sah war also schon geschehen, und deshalb jaulten die Sirenen auch wie verrückt. Apophis war schwer getroffen, wenn nicht schon völlig zerstört.



Er sah noch den Blitz, als der Einschlag auf Apophis erfolgte. Er glaubte das Donnern förmlich zu hören, auch wenn er wußte das das unmöglich war. Dann fegte eine gigantische Druckwelle durchs All und hielt genau auf Mars 2120 zu.



Gregs letzte Gedanke galt seinem Vater. Gleich würde er ihn wiedersehen................





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MURDOC the PSYCHO

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